Presse

PNN Artikel vom 24.05.2011 Seite 10

Potsdam kommt ins Radio

von Jana Haase

Am Mikro. Nicke und Vesper (v.l.).F.: Thomas

Gestern feierten die Macher vom „Freien Radio Potsdam“ Sendestart / Gesendet wird montags ab 19 Uhr

Innenstadt – Montag ist Radiotag: Dafür will ab sofort der Lokalradiosender „Freies Radio Potsdam“ – abgekürzt: frrapò – sorgen. „Wir wollen, dass Potsdam sich hört“, sagt Patricia Vester, eine der beiden Initiatorinnen des freien und nicht-kommerziellen Senders. Das Programm richte sich generationenübergreifend an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren der Stadt und ist immer montags ab 19 Uhr bis mindestens 2 Uhr nachts zu hören. Ausgestrahlt wird es in der Landeshauptstadt auf der UKW-Frequenz 90.7 Megahertz, in Berlin auf 88.4. Es handelt sich um eine Frequenz, die die Medienanstalt Berlin-Brandenburg seit gut einem Jahr für verschiedene Bürgerkanäle zur Verfügung stellt.

Erst vor zwei Wochen bekamen Patricia Vester und Katrin Nicke die Zusage für ihr Konzept – gestern feierten sie im Galerie-Café „11-line“ den Sendestart. Aus dem Café in der Charlottenstraße 119 soll vorerst auch gesendet werden – live und zum Zugucken. Potsdamer mit Ideen für das Programm, aber auch mit Sachspenden für die Macher, seien eingeladen, vorbeizuschauen oder im Internet Kontakt zu den Koordinatorinnen aufzunehmen – es gibt bereits eine Seite im Netzwerk „Facebook“. Eine Internetseite mit Blog ist derzeit noch in Planung.

„Es ging in wenigen Tagen von null auf 100 – und alles ohne Geld“, erzählt Patricia Vester vom Schnellstart des Senders in den vergangenen Tagen. Kinder einer Potsdamer Malschule entwarfen Flyer, ein Jingle wurde komponiert, ein Berliner Bürgerradio stellte Technik, auf einer Programmsitzung meldeten sich erste Potsdamer mit Ideen, darunter etwa die Arbeitsgruppe „Zeitzeugen“ des Seniorenbeirats, Buchhändler oder Jugendprojekte wie „Freiland“. „Es ist, als hätte die Stadt darauf gewartet“, sagt Katrin Nicke, die Radioerfahrungen von der „Initiative für ein freies Radio Potsdam“ mitbringt. Kooperationen mit Theatern und Kabarett seien geplant, außerdem soll möglichst viel Musik aus Potsdam zu hören sein. „Wir legen ein Potsdamer Bandarchiv an“, erklärt Patricia Vester, die unter anderem als Hörspiel-Dozentin an der Medienwerkstatt arbeitet. Gesendet werden soll alles, solange es sich auf dem Boden des Grundgesetzes bewegt, sagt sie zum Konzept des Radios: „Wir wollen inhaltlich nicht werten.“

Zur Orientierung der Hörer soll eine feste Programmstruktur beitragen: Von 19 Uhr bis 20.15 Uhr sollen Kinder und Senioren zu Wort kommen. Nach einem Infoblock ist dann ab 20.30 Uhr Zeit für Radiofeatures, Hörspiele, Literatur oder Politik. Ab 23 Uhr soll vornehmlich Musik laufen – aufgelegt von Potsdamer DJs.

Kontakt zu den Koordinatorinnen im Netz unter: freiesradiopotsdam@gmx.de

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